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Wunsch und Realität

Alle Kinder sollen schwimmen lernen! Das ist der allseitige Wunsch der Öffentlichkeit.

Das heißt, dass die Kinder alle Grundfertigkeiten im Schwimmen wie das Tauchen, Gleiten und Schweben im Wasser erlangt haben und die Baderegeln sowie das richtige Verhalten in Gefahrensituationen kennen. Als sichere Schwimmer gelten Kinder mit Absolvieren des Deutschen Schwimmabzeichens -Bronze-.

Doch nach den aktuellen Zahlen der DLRG sieht die Realität derzeit anders aus.

Woran kann es also liegen, dass fast jedes 2. Kind in der 4. Klasse nicht sicher schwimmen kann?

Eine Studie zeigt auf, dass die Angabe: "ausschließlich in der Schule Schwimmen gelernt zu haben" überwiegend von Menschen kommt, die sich selbst als unerfahren im Umgang mit dem Wasser und ihre Schwimmfähigkeit als "schlecht" beschreiben. Ideal ist demnach zusätzlich die Teilnahme an einem Schwimmkurs und die familiäre Unterstützung.

Die Zahlen der SPRINT Studie zeigen, dass Schulen die Ausbildung aller Kinder in Bezug auf die Schwimmfähigkeit nicht erreichen können. Zu 49 Prozent wird der Schwimmunterricht in den Grundschulen fachfremd unterrichtet. Zudem ist der Betreuungsschlüssel so hoch, dass für eine individuelle Unterstützung der Kinder nicht garantiert werden kann. Das Düsseldorfer Schulprojekt „Schwimmen macht Schule“ dokumentierte außerdem eine Quote von 25 Prozent der Schulen, die den Schwimmunterricht nur sehr unregelmäßig nutzten.

Schwimmen als beliebtestes Unterrichtsfach

Die Tatsache, dass der Schwimmunterricht bei den Kindern zu den beliebtesten Unterrichtsfächern gehört, kann die Umsetzung leichter machen und das eigene Engagement mit der entsprechenden Unterstützung erhöhen.

 

Wir danken daher allen Schulleitungen, Lehr- und Assistenzkräften für ihr Vertrauen in die Maßnahme und hoffen weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.